Hip Hop und Open-Air wären der große Wurf

SPIN ZINE hat am Schulzentrum gefragt, welcher Sound heutzutage von jungen Menschen bevorzugt gehört wird. Sicherlich sind 80 Teilnehmer nicht das Maß aller Dinge, um verlässliche Aussagen zu treffen. Bei über 60 % Hip Hop- Nennung ist jedoch schwer davon auszugehen, dass Capital Bra, 187, Mero und Co. die unangefochten Könige in der Jugendlandschaft sind. Eine These, die durch ein Blick in die Charts nicht sonderlich gewagt scheint.
Überraschenderweise spielt in der Altersgruppe 14-18 Techno und Electro überhaupt keine Rolle, was ein Indiz sein könnte, dass diese Richtungen erst beim Abtauchen ins Nachtleben der Clubs richtig kennengelernt werden.

An diesen scheint es in der Nachbarstadt Ravensburg nicht zu mangeln, das Angebot in Weingarten wird eher kritisch bis unzureichend bewertet. 4,0 war die Durchschnittsnote für das „Weggehangebot“ in der Großen Kreisstadt.

SPIN ZINE findet es nicht verwunderlich, dass als attraktive Orte immer wieder Open Air-Veranstaltungen genannt werden. Hier hat Weingarten mit dem U&D, dem Stadtgeflüster, dem Sonido, dem KOMM und der jugendkulturellen Nutzung des Stadtgarten für den „Break Battle“ eine gewachsene Kultur vorzuweisen. SPIN ZINE meint: hier lässt sich ansetzen. Die eigene jugendkulturelle Identität zu finden, zu leben und nicht nur ehrfürchtig über die Stadtgrenzen im Westen blicken. Dann kann aus einer gefühlten 4,0 eine chillige 2 Plus werden.

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SPOT ON GIRLS

Bei der zweiten Ausgabe der SPIN STAGE lag der Fokus auf „Girl Power“. 35 Besucher erlebten im Gewölbekeller Weingarten eine begeisternde SPIN STAGE.
Veranstaltungsexperte und Musiker Christian Frank aus Lindau, der sich für die Organisation des Abends verantwortlich zeichnete, begrüßte die Gäste und führte in die Veranstaltung ein.

Shiva Asghari hatte schon im Sommer viele Sympathien bei der SPIN STAGE auf dem KOMM-Festival für sich gewinnen können. Begleitet auf dem Keyboard von Jenja Pantoffelmann, begeisterte Shiva das Publikum mit Interpretationen von Bruno Mars, Tom Greannen und One Direction. Songs, die man schon sehr oft gehört hat, die aber in der Verbindung aus Shivas Gesang und Pantoffelmanns Spiel zu einem erfrischenden Hörerlebnis wurden.

Shivas Schwester, Mitra, ist eine Youtuberin (Songs) mit 2000 Abonennten, ihr Metier sind gefühlvolle Coversongs. In einer sehr angenehmen Bühnenpräsenz agierend, gab es von ihr Neighbourhood, Declan McKenna und Flyte zu hören. Mit „Heartbreak Hotel“ stellte Mitra (persisch für Sonne) eine ergreifende Eigenkomposition vor.

Eine sehr kraftvolle Performance war der Auftritt von Lisa Castello. Die Stuttgarterin ist ein musikalisches Multitalent, schreibt eigene Songs in unterschiedlichsten Richtungen und ist in unserer Region bereits auch schon in Wangen aufgetreten. Ihr Set bestand aus Singer- und Songwritter-Nummern, die sie selber geschrieben hat und diese mit einer unglaublichen Intensität auf die Bühne brachte.

Die sympathische Chrissy interpretiert und lebt internationale Pophits von Lady Gaga, Dua Lipa und Amy Winehouse. Besonders mitreißend ist die Emotion, welche sie in ihr Stageacting legte und dabei an Größen aus der Popwelt erinnerte.
So wird Chrissys Auftritt auch zu einem Synonym für die gesamte Veranstaltung: authentische Charaktere stellen authentische Emotionen in den Mittelpunkt ihrer Performance, die mehr als ein Plädoyer für mehr „Girl Power“ auf allen Ebenen ist.

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