Artikel 13-was sagen die anderen?

Bereits am 29.11.18, also ca. zwei Monate vor der geplanten Parlamentsentscheidung zum umstrittenen neuen Copyright Gesetz auf EU Ebene, führte das Spinzine Team auf dem Pausenhof eine Umfrage zum Artikel 13 durch. Der Großteil der Schüler war sich einig. Artikel 13? Nein Danke!
Aber die Meinungen zum Artikel 13 sind genauso zahlreich wie verschieden. Wer soll da noch den Überblick behalten?! Und wie sieht es aus, wenn man mal wirklich die Seiten wechselt?
Genau das haben die Schüler der 9 Klasse des Gymnasiums Weingarten gemacht. Im Rahmen eines Workshops zum Artikel 13 haben sich die Schülergruppen in verschiedene Rollen eingelesen und eingefühlt. Was passiert, wenn man einen Youtube Fan/Bibinator, einen Politiker, zwei Juristinnen, einen Gegner des Artikel 13 und einen Youtube Blogger in eine Talkshow einlädt, haben die Schüler erfolgreich demonstriert. Argumente dafür, Argumente dagegen… An der Einstellung der Schüler, die hauptsächlich die Fangemeinde und somit die Gegner des Artikel 13 vertreten, ist sicherlich schwer zu rütteln. Das war auch nicht das Ziel der Aktion. Aber zu verstehen und sich gegenseitig aufzuklären, weshalb sich das Thema seit Anfang 2018 hartnäckig in Medien hält – das hat die Klasse 9a gemeistert. Durchgeführt hat die Aktion das SPIN ZINE-Team in Zusammenarbeit mit Gemeinschaftskundelehrer Herr Popp und Schulsozialarbeiter Paul Plöchl.
Neues zum Thema:
Auf einen kleinen Kompromiss konnte sich das EU Parlament zwischenzeitlich einigen. Neue Plattformbetreiber kleinerer und mittlerer Unternehmen, die weniger als drei Jahre auf dem Markt sind und deren Jahresumsatz unter zehn Millionen Euro beträgt, sollen demnach nicht von vornherein für Rechtsverletzungen ihrer Anwender haften und erst auf Hinweis von dritter Seite hin reklamierte Werke herunternehmen müssen.

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Mit Chrissy beim Linseneintopf

Chrissy sitzt allein und in sich gekehrt in der Linse. Ich begrüße sie. Chrissy, das ist deutlich, ist in der Phase des Sammelns. Die Vorbereitung auf den Auftritt bei der Mixed Show im Kulturzentrum Linse. Gleich wird Markus Zink die Bühne betreten, das Publikum auflockern und seinen ersten Zauberkollegen ankündigen. Gigi ist zwölf, kommt aus Baienfurt und beherrscht das Spiel mit der Täuschung überzeugend. Seine Nummer ist auf Musikbegleitung einstudiert. Gigi braucht keine Worte, um sein Spiel mit Tüchern, Seilen und überdimensionalen Karten flashig auf die Bühne zu bringen. Markus Zink betont, dass heute keine Profis auf der Bühne stehen. Eine Einschätzung, die auf den anderen Magier des Abends sicher nicht zutrifft. „Freddy Fragezeichen“ hat einen abgeklärten Umgang mit dem Publikum, überzeugt durch Timing und kreative Ideen im präsentieren bekannter Zauberprinzipien. Ein Stilmittel, das beim Publikum sehr gut ankommt. Zwischen Gigi und der Zirkusschule Friedrichshafen, die unter der Leitung von Andrea Sprenger eine coole Jonglage-Nummer einstudiert hat, kommt Chrissy. Schillernd, glitzernd und das Publikum mit ihrer Emotionalität gewinnend. Man merkt ihr die Leidenschaft an, die alle Kunstschaffenden zu Getriebenen macht. Sie immer wieder auf die Bühne treibt.
Alphorn Kurt braucht viel Schwäbisch, Voralpenländische Vibes und ein abartig großes Alphorn, um mit der Trockenheit und dem natürlichen Witz zu überzeugen, der unsere „ländliche Region“ für viele so liebenswert macht. Man atmet Oberschwaben und fühlt das Allgäu förmlich. Markus Zink baut zwischen den Acts Film-Quiz-Parts ein. Prinzip: Bilderrätsel. Von kreativ-genial bis gewollt-plump. Das Publikum feiert und amüsiert sich köstlich. Eine junge Sängerin aus der Nähe von Bergatreute hat er auf einem privaten Facebook-Profil entdeckt, lädt diese prompt zur Show ein. Dieser „raus aus dem Keller, rauf auf die Bühne“- Impuls ist es, die den Linseneintopf zu einer sehr charmanten Veranstaltung machen. So ist auch die Szene der Linse eigenen Jugendtheatergruppe ein Beleg dafür, dass Schüler Theatererfahrung auch außerhalb schulischer Kontexte machen können. Die „Winter-Welfen“ aktivieren die Zuschauer mit der Szene um eine gestohlene Halskette. Die darin vorkommenden Polizisten spielen dabei ihre Schwäbisch-Kenntnisse voll aus. Die Zirkusschule beendet das Ganze mit einer imposanten Poi-Feuershow. Fantastisch, dass die Linse solche Formate designt, die Authentizität und begeisternde Emotionen zulassen. Fantastisch, dass ich Chrissy heute in diesem Rahmen erleben durfte.

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1150 Besucher feiern beim 1. Sonido OpenAir

Das Freibad Weingarten war der Ausrichtungsort des „Sonido Open Air 2018.“ Am Samstag, den 28.07 kamen circa 1150 Besucher um großartige Kunst zusehen und
Elektromusik zuhören. Auch die SPIN ZINE Redakteure David Pichler und Alexander Nobis waren mit dabei.
Schon im Mai 2018 trafen wir den Veranstalter Gideon Morales für ein Interview, dass das Festival im Voraus beschreiben sollten. Sofort waren wir beiden sehr angetan von dem Festival und so sicherten wir uns direkt den ersten Samstag der Ferien um für unser Jugendmagazin aktiv zu sein. Vor allem die Idee, dass auf dem Festival keine Werbung gemacht wird und noch andere Kunst, außer Musik geboten ist, gefiel uns besonders gut.
Knapp zwei Monate später stand der Tag des Sonido auf dem Programm. Zum Festivalbeginn um 10 Uhr versammelte sich die SPIN Crew mit Auszubildenden Laura Arndt vor dem Freibad. Nach der Lagebesprechung ging es, als einer der ersten auf das Open Air-Gelände.
Im Freibad schauten wir uns um, um ein ersten Einblick vom Festival zubekommen. Und natürlich probierten wir auch das Essen auf dem Festival….
Die Küche auf dem Festival war  vegetarisch, also das hieß es gab kein Fleisch an allen Essensständen. Aber trotzdem gab es reichlich an Essensauswahl: von Burgern über indische Spezialitäten bis hin zu dem spanischen Nationalgericht „Paella“. Das Festival sollte darauf hinweisen, dass man Nachhaltig leben soll.
Nach den Essensproben informierten wir uns über die verschiedenen Stände …
Kunst, Shisha, Finanzen, Kleidung und natürliche verschiedenste Getränkestände waren auf dem Festival vertreten.
Der Kunstverein aus Ravensburg war sehr stark vertreten. Eine Künstlerin bot Bodypainting an. Und das Angebot wurde auch reichlich angenommen. Ein Besucher ließ sich sogar den ganzen Körper bemalen. Mit dem fertigen und wunderschönen Kunstwerk konnte sich dieser schließlich auch frei bewegen.

Der Freund der Bodypainting-Künstlerin baute ein Kunstwerk aus einem Akkuschrauber, verschiedenen Hölzern und Schrauben.
Der Kunstverein bot auch einen Workshop für Schweißkunst an. Hier konnten Personen leichte Motive aus Metall heraus schweißen und mit nach Hause nehmen. Die meisten machten ein Herz für sich und ihren Partner.
Workshops wurden auch vom Club „douala“ angeboten. Hier konnten sich die Besucher am DJ-Pult testen.
Die Shishabar aus Ravensburg „Dubai“ bot Shishas an .
Die Finanzen vertrat die Firma „free bit-coin“. Sie erklärten den Bit-coin und schenkten jeder Person, die wollte 50 Cent in Form von Bit-Coin.
Die Drachengrube baute ihr Zelt auch auf und hatte verschiedene Spielzeuge, vor allem für Größere zum Auszuprobieren.
Nicht nur Cocktails wurden auf dem Sonido verkauft, sondern auch Cidre mit Wein von einer neu gegründeten Firma.
„Racoon“, die Skateboard Marke verkauften ihre Artikel.
Die Hauptsache war die Musik. Die Musikrichtung war klar. Die DJ spielten nur Elektronik. Aber trotzdem war dies auch wieder sehr abwechslungsreich. Denn jeder Musiker hatte ungefähr eineinhalb Stunden um seine Musik zu präsentieren. Von 12 Uhr bis 24 Uhr waren also insgesamt acht Künstler auf der Bühne. Es füllte sich erst gegen Nachmittag so richtig, denn das Wetter wollte nicht so richtig mitspielen. Es war zwar warm, aber schwül mit vielen Wolken am Himmel und es gab einen kleinen Regen so. Aber das hielt uns nicht vom Fotografieren ab, schon gar nicht die Besucher vom Feiern ab. Schließlich badeten sogar viele Festivalbesucher im offenen Pool.
FAZIT: Das Konzept ist richtig gut verwirklich in Erfüllung gegangen. Sehr lockere und freudige Leute trugen viel zu dem friedvollen Sonido Open Air 2018 bei. Nächstes Jahr gerne wieder!

Text: Alexander Nobis, Bild: David Pichler

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SPIN STAGE beim KOMM-Festival voller Erfolg!

Die Zielsetzungen der SPIN STAGE waren breitgefächert: jungen Künstlern sollte vor Publikum die Möglichkeit gegeben werden, sich zu beweisen. Eine neue Zielgruppe sollte dadurch ans KOMM herangeführt werden und der Jugendkulturarbeit in Weingarten sollte damit ein neuer Impuls versetzt werden. Alle Zielsetzungen wurden erfüllt: mit Sascha Hämmerle, der unter seinem Künstlernamen Primo auftrat, wagte ein junger Mann den Schritt auf die legendären Bretter. Drei Wochen zuvor hatte er seinen ersten Song aufgenommen. Und Sascha machte seine Sache wirklich gut. Ebenso wie Shiva Asghari Lashkaryani, die eine begeisternde Version von The Neighbourhoods „Sweater Weather“ ablieferte. Chrissy Comanescu hat bereits über 800 Follower auf „Youtube“ (Chrissys Coverchannel). Ihre Livepremiere ist definitiv sehr gut angekommen. Mit der Anhängerschaft von „S 250 K“ (Ali Houssam, Abess Saleh und Denet Bajramov) kam eine beachtliche Gruppe junger Leute aufs KOMM, die eigenen Angaben zufolge davor noch nie Besucher gewesen sind. Mario Moosmann (Moazy) moderierte souverän durch den zweistündigen Event auf der KOMM- Bühne. Ihm ist die Erfahrung anzumerken. Sein Improvisationstalent ist ausgeprägt. Die Songs seines Albums „Roter Faden“ kommen in der zweiten Hälfte der SPIN STAGE-Show auch gut an. Hip Hop-Dancer der Tanzschule Geiger aus Ravensburg hinterlassen ebenfalls einen bleibenden Eindruck. Der neue Impuls für die Jugendkultur in Weingarten gelang also voll. In den Whats App-Gruppen des Team Jugendarbeit werden schon eifrig Folgeveranstaltungen diskutiert.

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Vorstadtdebakel, Teil 4

Zum vierten Teil des „Vorstadtdebakels“ gelangt ihr über einen Klick aufs Bild.

Als Hörbuch veröffentlicht Nachwuchsautor Ben Rehm für SPIN ZINE seine Kurzgeschichtenreihe „Vorstadtdebakel“.

 

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„Roter Faden“ von Hip Hop-Newcomer Moazy

Sichtlich zufrieden zeigt sich Mario Moosmann, besser bekannt als Moazy, mit seinem ersten Album „Roter Faden“. Der junge Nachwuchskünstler hat vergangen Freitag ins „Alibi“ geladen, um den Release seiner CD zu feiern.
SPIN ZINE war mit den Nachwuchsredakteuren Alex Nobis und Ben Rehm vor Ort, um für die Leser und Video-Blog-Schauer des Jugendmagazins Informationen über Künstler und Werk in Erfahrung zu bringen.
Der Rapper, der mit einem Stuttgarter Label zusammen arbeitet, erzählt, dass ihn der Einstieg in die „I Tunes- Vorbesteller-Charts“ freut und er seinem aktuellen Album durchaus den Einstieg in die „Media Control-Charts“ zutraut. „Man muss groß denken, wenn man etwas erreichen will“.
Im Ravensburger Jugendhaus hat er seinen Beatmaster Martin kennengelernt, den er als „Bruder und Goldstück“ bezeichnet.Sein Album besticht mit eingängigem Hip Hop, der auschließlich radiotaugliches Material beinhaltet.
SPIN ZINE hat ein Album zur Verlosung von Moazy zur Verfügung gestellt bekommen. Handsigniert. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, sollte bis 6.April einen Kommentar auf der Facebookseite von SPIN ZINE hinterlassen (facebook.com/spinzine).

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Entweder oder mit Tilmann Waldvogel

Tilmann Waldvogel hat seine Begabung zum Beruf gemacht. Der Freiburger, der aus unserer Region stammt, illustriert in Freiburg für Business und seine eigenen Kollektionen und Ausstellumgen. SPIN hat ihn ihn Freiburg besucht. An seinem Arbeitsplatz, der „Alten Blechnerei“. Ein ausführliches Interview wird es in der Printausgabe #3 geben. Hier im Shorty-Clip seht ihr ein „Entweder oder?“, das Weingartens Rap-Held Gjenet SK mit dem Künstlerkollegen durchgeführt hat!

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