Schussentalschüler machen digitale Schülerzeitung

Eine Schülerzeitung in digitaler Form- das war die Zielsetzung der Projektgruppe „Reporter im Einsatz“ an der Schussentalschule. Seit über zwei Jahren arbeiten Schule und „Team Jugendarbeit“ zusammen. Eines der Highlights der Projektgruppe war sicherlich der Gewinn des Schülerpreises am „abgedreht Filmfestival“ in Baienfurt in der Kategorie U16.

Unter der Anleitung von Christian Netti und der Berufsauszubildenden Laura Arndt setzen sich die Schüler in der Projekt AG mit der medialen Aufarbeitung lebensweltbezogener Themen auseinander. „Welche Musik hört eigentlich unser neuer Sportlehrer?“ oder „was genau passiert in unserer SMV“, sind Fragestellungen, die von den Schülern bearbeitet werden. Dass das geschriebene Wort in der heutigen Zeit nicht mehr den Stellenwert des bewegten Bildes hat, führte schnell zu der Erkenntnis, eine zeitgemäße Form der Schülerzeitung auszuprobieren.

Schulleiterin Gerlinde Rauscher unterstützte das Vorhaben aus Überzeugung, da sie den Umgang mit den neuen Medien für sehr wichtig hält.

Daniel, Hadi, Lukas, Michael und Lukas hatten beim Erstellen ihrer Videos und anderen redaktionellen Beiträgen großen Spaß, ein Faktor, der bei der Durchführung des Angebotes gegeben sein sollte. In der Reflexionsrunde meinte Serien-Fan Michael (Favorit „Two and a half men“) zufrieden: „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Ich hätte es nicht besser machen können“.

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Jugendliche begleiten Jugendliche – Geschichtsverarbeitung auf Augenhöhe

Am 06.02.2019 wurde die Wanderausstellung „Deine Anne-Ein Mädchen schreibt Geschichte“ eröffnet. Jugendliche begleiten Jugendliche durch die Ausstellung über Anne Frank. 2 Tage lang wurden 40 junge Leute als Peer Guide ausgebildet, darunter auch SPIN ZINE-Reporter Alexander Nobis.

Die Wanderausstellung nach Ravensburg planten die Städte Ravensburg und Weingarten mit dem Demokratiezentrum Oberschwaben, NS-Dokumentation Forum, TAVIR e.V. und dem Anne-Frank-Zentrum aus Berlin schon lange. Das Konzept, dass Jugendliche Gleichaltrige durch die Ausstellung führen, fanden alle Beteiligen auch super. Denn gerade soll die neue Genration über unsere Vergangenheit aufgeklärt werden. Auch die Bundesinitiative „Demokratie Leben!“ unterstützte das Projekt mit Zuschüssen.
Als der Termin und Ort feststand, begaben sich die Organisatoren auf die Suche nach Jugendlichen, die durch diese Ausstellung führen wollen und damit sich als Peer Guide ausbilden lassen wollen. Es meldeten sich insgesamt 40 Schüler aus dem gesamten Landkreis, um bei diesem Projekt mitzuwirken. Eigentlich war das Limit vom Anne-Frank-Zentrum 30 Schüler, doch aufgrund der vielen Interessenten verschoben sie die Grenze auf die genannten 40 Jugendliche.
Anfang des Jahres traf sich die Gruppe das erste Mal. Bei diesem Treffen wurden grundlegende Fakten genannt und wir bekamen einen kleinen Einblick, wie das ganze aussehen soll. Dieser Termin fand ungefähr einen Monat vor der Ausbildung statt. Das Ausbildungsseminar begann dann am 05.02 im Hause der “Schwäbisch Media“ in der Karlstraße in Ravensburg, dort findet auch die Ausstellung statt. Die Ausbildung dauerte von 8 bis 16 Uhr an beiden Seminartagen. Alle Schülerinnen und Schüler wurden für die Ausbildung von der Schule freigestellt. Am Anfang des Seminars stellten sich die beiden Seminarleiterrinnen Mara und Jona, die extra vom Anne-Frank-Zentrum in Berlin angereist sind, vor. Sie spielten mit uns Teilnehmern ein Kennenlernspiel. Im Anschluss wurden die Jugendlichen in zwei Gruppen eingeteilt. Ich war in der Gruppe unter Maras Leitung. Aber das hatte keinen Unterschied, denn beide Gruppen machten dasselbe. Als erstes stellten sich alle in der jetzt kleineren Gruppe nochmal vor, so lernte sich die Gruppe, die an den zwei Tagen zusammen arbeitet besser kennen. Unsere erste Aufgabe bestand daraus, vier allgemeine Fragen zur Ausstellung zu beantworten (soweit wir es schon konnten). Die Gruppenmitglieder ergänzten sich gegenseitig. Die Plakate wurden voll. Die Gruppe hatte sich also vorher auf die Ausbildung vorbereitet und auch das Tagebuch der Anne Frank gelesen. Darauffolgend erklärte Mara, dass wir die Schüler durch die Ausstellung begleiten, nicht führen. Das heißt, wir sollen die Jugendliche miteinbeziehen. Wie wir das am besten machen können, zeigte uns Mara anhand von einer Probebegleitung. Sie zeigte uns, wie wir anhand von verschieden Methoden die Jugendliche miteinbeziehen können. Nach der Mittagspause ging die Probebegleitung im aktuellen Teil weiter, denn die Ausstellung ist aufgegliedert in einen geschichtlichen Teil und dem aktuellen. Im geschichtlichen Teil geht es um die Geschichte von Anne Frank und was in der Zeit passiert ist. Der aktuelle Teil behandelt die Themen von Anne Frank. Das Thema Diskriminierung sticht hier besonders hervor.

In den Pausen fanden Gesprächen zwischen den Jugendlichen statt und kleinere Freundschaften entstanden. Die Gruppe hielt zusammen.

Mit Ende der Probebegleitung endete der erste Tag um 16 Uhr. Der zweite und letzte Tag des Seminars begann wieder mit einem Spiel. Dann arbeiteten wir wieder in den Gruppen. Unsere Gruppe fing damit an, was wir bei der Begleitung beachten müssen. Danach besprachen wir spezielle Situationen, die auf uns warten könnten. Diese Situationen übten wir. Im Anschluss stellten wir zu zweit je eines der Module der Gruppe vor. Die Ausstellung besteht aus elf Modulen, sieben geschichtlichen, die zeitlich unterteilt sind. Der aktuelle Teil besteht aus vier Modulen. Nach einer kurzen Vorbereitung präsentierten wir unsere Module und bekamen danach Rückmeldung von der gesamten Gruppe. Auf die Punkte, Sprache, Einbeziehung der Gruppe und Körpersprache wurde besonders geachtet. Das war die letzte Aufgabe des Seminars. Zum Schluss zogen alle 40 Schüler ein Fazit aus dem Seminar. Fast alle fühlten sich gut vorbereitet auf die Begleitungen und alle nannten den Zusammenhalt und den Teamspirit als wichtigen Bestandteil des Seminars. Nach der Verabschiedung konnten jeder einzelne glücklich nach Hause gehen. Einige der Teilnehmer kamen um 18 Uhr zur Eröffnung (am 06.02.) der Ausstellung wieder. Zwei Peer Guides durften auch auf der Bühne Fragen beatworten. So konnte die Ausstellung beginnen!

Info: Die Ausstellung läuft bis noch zum 28.02.2019 im Foyer der „Schwäbisch Media“, Karlstr. 16, 88212 Ravensburg (Mo.-Do.: 8:30 Uhr -18 Uhr / Fr.: 8:30 Uhr – 17Uhr). Der Eintritt ist kostenlos!
Text: Alexander Nobis

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Artikel 13-was sagen die anderen?

Bereits am 29.11.18, also ca. zwei Monate vor der geplanten Parlamentsentscheidung zum umstrittenen neuen Copyright Gesetz auf EU Ebene, führte das Spinzine Team auf dem Pausenhof eine Umfrage zum Artikel 13 durch. Der Großteil der Schüler war sich einig. Artikel 13? Nein Danke!
Aber die Meinungen zum Artikel 13 sind genauso zahlreich wie verschieden. Wer soll da noch den Überblick behalten?! Und wie sieht es aus, wenn man mal wirklich die Seiten wechselt?
Genau das haben die Schüler der 9 Klasse des Gymnasiums Weingarten gemacht. Im Rahmen eines Workshops zum Artikel 13 haben sich die Schülergruppen in verschiedene Rollen eingelesen und eingefühlt. Was passiert, wenn man einen Youtube Fan/Bibinator, einen Politiker, zwei Juristinnen, einen Gegner des Artikel 13 und einen Youtube Blogger in eine Talkshow einlädt, haben die Schüler erfolgreich demonstriert. Argumente dafür, Argumente dagegen… An der Einstellung der Schüler, die hauptsächlich die Fangemeinde und somit die Gegner des Artikel 13 vertreten, ist sicherlich schwer zu rütteln. Das war auch nicht das Ziel der Aktion. Aber zu verstehen und sich gegenseitig aufzuklären, weshalb sich das Thema seit Anfang 2018 hartnäckig in Medien hält – das hat die Klasse 9a gemeistert. Durchgeführt hat die Aktion das SPIN ZINE-Team in Zusammenarbeit mit Gemeinschaftskundelehrer Herr Popp und Schulsozialarbeiter Paul Plöchl.
Neues zum Thema:
Auf einen kleinen Kompromiss konnte sich das EU Parlament zwischenzeitlich einigen. Neue Plattformbetreiber kleinerer und mittlerer Unternehmen, die weniger als drei Jahre auf dem Markt sind und deren Jahresumsatz unter zehn Millionen Euro beträgt, sollen demnach nicht von vornherein für Rechtsverletzungen ihrer Anwender haften und erst auf Hinweis von dritter Seite hin reklamierte Werke herunternehmen müssen.

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Grundschüler äußern Wünsche

SPIN ZINE war mit dem „Sofa on Tour“ zu Gast beim 3. „Kinder- und Jugendgipfel“ an der Grundschule am Martinsberg. Die Viertklässler der Schule haben mit uns zum Thema „Kinderrechte“ in einem 10minütigen Workshop gearbeitet.
Beim „Sofa on Tour“ geht es immer um einen themenzentrierten Diskurs, der zum Ziel hat, konkret gefasste Gedanken auf dem Sofa zur Sprache zu bringen. Festgehalten wird dies vom SPIN ZINE- Team als Video.
Unser Hauptschwerpunkt war das Kinderrecht „Freizeit, Spiel und Erholung“.
Nach einer allgemeinen Klärung der Begriffe, haben wir konkreter gefragt:
Was könnte zur besseren Umsetzung dieses Rechtes in Weingarten getan werden?
Unsere Aufgabe war es, Stichwörter aufzunehmen, zu interpretieren und Ideen im Gespräch zu konkretisieren.
Wir haben die Ergebnisse des Diskurses im Workshop in zwei Oberkategorien zusammengefasst:
Outdoor und Indoor.
Im Outdoorbereich knüpfen die Kinder an das Prinzip des „Quatschmobil“ im Stadtgarten an:
– Spielmöglichkeiten mit Spielen im Großformat (z.B Jenga)
– Betreuter Spieletreff im Stadtgarten nach Vorbild des Jugend-Cafe Oberstadt
– Abenteuerspielplatz
– Streichelzoo im Stadtgarten
– Ponyreiten im Stadtgarten
Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass sich die Ergebnisse im Outdoor-Bereich auf folgende Themenfelder beziehen:
– Möglichkeiten zur Familienbildung
– Natur und Umwelt
– Spiel, Sport und Spaß mit niederschwelligem Zugang
Im Indoorbereich wurden folgende Ideen herausgearbeitet:
– Tobehalle mit verschiedenen Elementen
– Spieletreff mit Brettspielausleihstation
– Trampolinhalle
– Nutzung der städtischen Sporthallen im Freizeitbereich
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass eine offenere und kreativere Nutzung bestehender Indoor-Sporthallen-Angebote gewünscht ist (z.B. betreuter Erlebnisparcours mit Sportgeräten, flexible Trampolinnutzung).

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1150 Besucher feiern beim 1. Sonido OpenAir

Das Freibad Weingarten war der Ausrichtungsort des „Sonido Open Air 2018.“ Am Samstag, den 28.07 kamen circa 1150 Besucher um großartige Kunst zusehen und
Elektromusik zuhören. Auch die SPIN ZINE Redakteure David Pichler und Alexander Nobis waren mit dabei.
Schon im Mai 2018 trafen wir den Veranstalter Gideon Morales für ein Interview, dass das Festival im Voraus beschreiben sollten. Sofort waren wir beiden sehr angetan von dem Festival und so sicherten wir uns direkt den ersten Samstag der Ferien um für unser Jugendmagazin aktiv zu sein. Vor allem die Idee, dass auf dem Festival keine Werbung gemacht wird und noch andere Kunst, außer Musik geboten ist, gefiel uns besonders gut.
Knapp zwei Monate später stand der Tag des Sonido auf dem Programm. Zum Festivalbeginn um 10 Uhr versammelte sich die SPIN Crew mit Auszubildenden Laura Arndt vor dem Freibad. Nach der Lagebesprechung ging es, als einer der ersten auf das Open Air-Gelände.
Im Freibad schauten wir uns um, um ein ersten Einblick vom Festival zubekommen. Und natürlich probierten wir auch das Essen auf dem Festival….
Die Küche auf dem Festival war  vegetarisch, also das hieß es gab kein Fleisch an allen Essensständen. Aber trotzdem gab es reichlich an Essensauswahl: von Burgern über indische Spezialitäten bis hin zu dem spanischen Nationalgericht „Paella“. Das Festival sollte darauf hinweisen, dass man Nachhaltig leben soll.
Nach den Essensproben informierten wir uns über die verschiedenen Stände …
Kunst, Shisha, Finanzen, Kleidung und natürliche verschiedenste Getränkestände waren auf dem Festival vertreten.
Der Kunstverein aus Ravensburg war sehr stark vertreten. Eine Künstlerin bot Bodypainting an. Und das Angebot wurde auch reichlich angenommen. Ein Besucher ließ sich sogar den ganzen Körper bemalen. Mit dem fertigen und wunderschönen Kunstwerk konnte sich dieser schließlich auch frei bewegen.

Der Freund der Bodypainting-Künstlerin baute ein Kunstwerk aus einem Akkuschrauber, verschiedenen Hölzern und Schrauben.
Der Kunstverein bot auch einen Workshop für Schweißkunst an. Hier konnten Personen leichte Motive aus Metall heraus schweißen und mit nach Hause nehmen. Die meisten machten ein Herz für sich und ihren Partner.
Workshops wurden auch vom Club „douala“ angeboten. Hier konnten sich die Besucher am DJ-Pult testen.
Die Shishabar aus Ravensburg „Dubai“ bot Shishas an .
Die Finanzen vertrat die Firma „free bit-coin“. Sie erklärten den Bit-coin und schenkten jeder Person, die wollte 50 Cent in Form von Bit-Coin.
Die Drachengrube baute ihr Zelt auch auf und hatte verschiedene Spielzeuge, vor allem für Größere zum Auszuprobieren.
Nicht nur Cocktails wurden auf dem Sonido verkauft, sondern auch Cidre mit Wein von einer neu gegründeten Firma.
„Racoon“, die Skateboard Marke verkauften ihre Artikel.
Die Hauptsache war die Musik. Die Musikrichtung war klar. Die DJ spielten nur Elektronik. Aber trotzdem war dies auch wieder sehr abwechslungsreich. Denn jeder Musiker hatte ungefähr eineinhalb Stunden um seine Musik zu präsentieren. Von 12 Uhr bis 24 Uhr waren also insgesamt acht Künstler auf der Bühne. Es füllte sich erst gegen Nachmittag so richtig, denn das Wetter wollte nicht so richtig mitspielen. Es war zwar warm, aber schwül mit vielen Wolken am Himmel und es gab einen kleinen Regen so. Aber das hielt uns nicht vom Fotografieren ab, schon gar nicht die Besucher vom Feiern ab. Schließlich badeten sogar viele Festivalbesucher im offenen Pool.
FAZIT: Das Konzept ist richtig gut verwirklich in Erfüllung gegangen. Sehr lockere und freudige Leute trugen viel zu dem friedvollen Sonido Open Air 2018 bei. Nächstes Jahr gerne wieder!

Text: Alexander Nobis, Bild: David Pichler

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„Roter Faden“ von Hip Hop-Newcomer Moazy

Sichtlich zufrieden zeigt sich Mario Moosmann, besser bekannt als Moazy, mit seinem ersten Album „Roter Faden“. Der junge Nachwuchskünstler hat vergangen Freitag ins „Alibi“ geladen, um den Release seiner CD zu feiern.
SPIN ZINE war mit den Nachwuchsredakteuren Alex Nobis und Ben Rehm vor Ort, um für die Leser und Video-Blog-Schauer des Jugendmagazins Informationen über Künstler und Werk in Erfahrung zu bringen.
Der Rapper, der mit einem Stuttgarter Label zusammen arbeitet, erzählt, dass ihn der Einstieg in die „I Tunes- Vorbesteller-Charts“ freut und er seinem aktuellen Album durchaus den Einstieg in die „Media Control-Charts“ zutraut. „Man muss groß denken, wenn man etwas erreichen will“.
Im Ravensburger Jugendhaus hat er seinen Beatmaster Martin kennengelernt, den er als „Bruder und Goldstück“ bezeichnet.Sein Album besticht mit eingängigem Hip Hop, der auschließlich radiotaugliches Material beinhaltet.
SPIN ZINE hat ein Album zur Verlosung von Moazy zur Verfügung gestellt bekommen. Handsigniert. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, sollte bis 6.April einen Kommentar auf der Facebookseite von SPIN ZINE hinterlassen (facebook.com/spinzine).

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Entweder oder mit Tilmann Waldvogel

Tilmann Waldvogel hat seine Begabung zum Beruf gemacht. Der Freiburger, der aus unserer Region stammt, illustriert in Freiburg für Business und seine eigenen Kollektionen und Ausstellumgen. SPIN hat ihn ihn Freiburg besucht. An seinem Arbeitsplatz, der „Alten Blechnerei“. Ein ausführliches Interview wird es in der Printausgabe #3 geben. Hier im Shorty-Clip seht ihr ein „Entweder oder?“, das Weingartens Rap-Held Gjenet SK mit dem Künstlerkollegen durchgeführt hat!

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