Auch bei Regen: Fridays for future bleibt in Ravensburg ein großer Erfolg

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Am Freitag, den 15. März 2019 fand der erste weltweite Klimastreik statt. Dazu wurde an 2000 Orten in über 125 Ländern demonstriert. Auch in Ravensburg wurde gestreikt. Knapp 1. 400 Menschen, zogen bei anhaltendem Regen vom Bahnhof zum Marienplatz, um dort sich Vorträge zum Klimaschutz anzuhören.

300 000 Menschen laufen in ganz Deutschland fürs Klima auch in Ravensburg.

Schon bei der letzten Demonstration am 01. Februar 2019 konnte die Ortsgruppe „Fridays for future Ravensburg“ eine hohe Teilnehmerzahl verzeichnen und damit einen großen Erfolg. Nach der ersten Demonstration ging es an die Planung für eine weitere Kundgebung. Diese fand im Rahmen des weltweiten Klimastreikes statt. Trotz des regnerischen Wetters trafen sich wieder hunderte Schüler, Studenten und auch ältere Personen am Bahnhof, um von dort aus zum Marienplatz zu ziehen. Nach ein paar Worten des Organisationsteam und einem Aufwärmhüpfen mit dem Spruch „Wer nicht hüpft, der ist für Kohle“ lief die Menschenmasse mit ihren Plakaten Richtung Marienplatz. Sofort nach dem Start begannen die lauten Rufe „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, Hopp, hopp, Kohle stopp“ durch die Ravensburger Straßen zu schallen. Von allen Teilnehmenden war die Wichtigkeit dieses Ereignisses zu spüren. Jeder rief die Sprüche mit. Und auch am Zielort dem Marienplatz erkannte jeder Zuschauer, dass die Jugendliche etwas für das Klima und ihre Zukunft tun wollen. Dieses wurde nochmal belegt, als der Schülerratssprecher von Ravensburg sagte, dass viele Schüler Strafen kassieren, um bei diesem Event dabei zu sein und keiner freiwillig im Regen steht, wenn er nicht für etwas kämpft. Danach redete ein Organisationsmitglied zu der Menschenmasse. Seine Hauptaussage war, dass wir gemeinschaftlich handeln sollen, denn nur als Gruppe sind wir stark.

Als Hauptredner kam Wolfgang Ertel, ein Professor und Wissenschaftler (zuständig für Nachhaltige Entwicklung) der Hochschule Ravensburg/Weingarten. Er kam als Vertreter von zehn Dozenten an der Fachhochschule. Zusammen mit seinem Enkel kam er ans Mikrofon. Er erzählte den Demonstranten über die Probleme, die in der Zukunft auf uns warten, wenn es so weiter geht. Nicht nur Umweltprobleme werden entstehen, sondern auch die dadurch resultierenden Flüchtlinge stellen in Zukunft ein Problem dar. Der Wissenschaftler war ganz gerührt von der Veranstaltung und auch stolz auf die jungen Menschen, die für ihre Zukunft kämpfen. Weiter sagte er, dass die Politik durch Demonstrationen zu verändern sei, hier nannte er die Montagsdemonstrationen von Leipzig. Die Montagsdemonstration führten zum Mauerfall 1989. Er rief dazu auf, dass die Menschen immer weiter machen sollen und sich nicht von Politikern, die Alibi-Aktionen starten, täuschen lassen. Des Weiteren plädierte Ertel dafür, dass sich Weltumweltverbünde, wie beispielsweise Greenpeace oder WFF sich zusammenschließen sollen, um den Klimawandel zu stoppen. Das Zitat „Gemeinsam sind wir stark“ kam mehrmals an diesem Mittag zum Vorschein. Zum Abschluss sprach er vom globalen Markt. Dieser könne vieles ändern, solange es die Politik wolle.

Nach einer Gesangseinlage von Chrissy aus Weingarten, redete eine Lehrerin auf die kleine Rednerbühne. Sie sagte ausdrücklich, dass die Schulen für die Demonstrationen den Schülern frei geben können.

Der letzte Redner betonte, dass für die Demonstration Unterricht ausfällt, wichtig sei. Denn an Samstagen oder Sonntagen erreiche man längst keine so hohe Aufmerksamkeit wie an Schultagen und er hob nochmal hervor, dass die Schüler jetzt handeln müssen.

Am Ende der Veranstaltungen sagen alle Das Widerstandslied „Hejo, spann den Wagen an“ und auf einem Leinentuch sammelten die Veranstalter Unterschriften, um zu zeigen wie viel Menschen die Bewegung „Fridays for future“ unterstützen.

In Folge dessen verabschiedete sich das Organisationteam-Team.

 

Unterschrifen werden gesammelt.

Die Veranstalter sind auch dieses Mal hoch zufrieden. Sie bezeichnen ihre zweite Veranstaltung als großer Erfolg. Das sich bei diesem regnerischen Wetter so viele Leute zusammenkommen sei großartig. Zu den nächsten Demonstrationen gaben sie folgende Angaben: „Weitere Demonstrationen stehen bisher noch nicht fest. Am 24. Mai findet voraussichtlich europaweite Demonstrationen statt, an diesem Tag wird auch Ravensburg vielleicht dabei sein. „

 

 

Text: Alexander Nobis

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