SPIN ZINE macht Umfrage zum Thema Klimaschutz

Die dritte große SPIN ZINE- Umfrage am Schulzentrum am 22. Februar hatte das allgegenwärtige Thema Klimaschutz zum Inhalt. Besonders unter Schülern ist der Bezug aktuell und beschäftigt auch die 12.Klässlerinnen Alisa Elbs, Leonie Fischer, Lea Gerdsen und Isabelle Prinz. Zusammen mit Paul Plöchl, Schulsozialarbeiter an Realschule und Gymnasium in Weingarten, bereiteten die jungen Damen die Umfrage vor, um ein repräsentatives Stimmungsbild unter Schülern zu gewinnen.

SPIN ZINE, das Magazin des Team Jugendarbeit Weingarten, unterstützte das Vorhaben selbstverständlich und nahm das Thema in die Umfragereihe auf.

Neu bei der Durchführung war, dass Schüler auf einer Plakatwand direkte Ideen zur Verbesserung des Klimaschutzes aufschreiben konnten. Eine innovative Idee der Schülerinnen.

244 Kinder und Jugendliche nahmen an der Umfrage während der großen Pause teil teil. Bei den Mitarbeitern entstand in Gesprächen der Eindruck, dass teilweise großes Unwissen über das Thema vorherrscht, ein generelles Interesse aber oft schon vorhanden ist.

Die konkreten Umfrageergebnisse können der Grafik entnommen werden.

SPIN ZINE erhebt mit seinen Umfragen Stimmungen aus der Jugendlandschaft und möchte damit aktiv zu Auseinandersetzung und Beteiligung anregen. Mit dem Engagement der Schülerinnen hat damit ein aus SPIN ZINE-Perspektive Idealmodell stattgefunden, das Schule, junge Menschen und Jugendarbeit aktiv in den Austausch bringt.

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Jugendliche begleiten Jugendliche – Geschichtsverarbeitung auf Augenhöhe

Am 06.02.2019 wurde die Wanderausstellung „Deine Anne-Ein Mädchen schreibt Geschichte“ eröffnet. Jugendliche begleiten Jugendliche durch die Ausstellung über Anne Frank. 2 Tage lang wurden 40 junge Leute als Peer Guide ausgebildet, darunter auch SPIN ZINE-Reporter Alexander Nobis.

Die Wanderausstellung nach Ravensburg planten die Städte Ravensburg und Weingarten mit dem Demokratiezentrum Oberschwaben, NS-Dokumentation Forum, TAVIR e.V. und dem Anne-Frank-Zentrum aus Berlin schon lange. Das Konzept, dass Jugendliche Gleichaltrige durch die Ausstellung führen, fanden alle Beteiligen auch super. Denn gerade soll die neue Genration über unsere Vergangenheit aufgeklärt werden. Auch die Bundesinitiative „Demokratie Leben!“ unterstützte das Projekt mit Zuschüssen.
Als der Termin und Ort feststand, begaben sich die Organisatoren auf die Suche nach Jugendlichen, die durch diese Ausstellung führen wollen und damit sich als Peer Guide ausbilden lassen wollen. Es meldeten sich insgesamt 40 Schüler aus dem gesamten Landkreis, um bei diesem Projekt mitzuwirken. Eigentlich war das Limit vom Anne-Frank-Zentrum 30 Schüler, doch aufgrund der vielen Interessenten verschoben sie die Grenze auf die genannten 40 Jugendliche.
Anfang des Jahres traf sich die Gruppe das erste Mal. Bei diesem Treffen wurden grundlegende Fakten genannt und wir bekamen einen kleinen Einblick, wie das ganze aussehen soll. Dieser Termin fand ungefähr einen Monat vor der Ausbildung statt. Das Ausbildungsseminar begann dann am 05.02 im Hause der “Schwäbisch Media“ in der Karlstraße in Ravensburg, dort findet auch die Ausstellung statt. Die Ausbildung dauerte von 8 bis 16 Uhr an beiden Seminartagen. Alle Schülerinnen und Schüler wurden für die Ausbildung von der Schule freigestellt. Am Anfang des Seminars stellten sich die beiden Seminarleiterrinnen Mara und Jona, die extra vom Anne-Frank-Zentrum in Berlin angereist sind, vor. Sie spielten mit uns Teilnehmern ein Kennenlernspiel. Im Anschluss wurden die Jugendlichen in zwei Gruppen eingeteilt. Ich war in der Gruppe unter Maras Leitung. Aber das hatte keinen Unterschied, denn beide Gruppen machten dasselbe. Als erstes stellten sich alle in der jetzt kleineren Gruppe nochmal vor, so lernte sich die Gruppe, die an den zwei Tagen zusammen arbeitet besser kennen. Unsere erste Aufgabe bestand daraus, vier allgemeine Fragen zur Ausstellung zu beantworten (soweit wir es schon konnten). Die Gruppenmitglieder ergänzten sich gegenseitig. Die Plakate wurden voll. Die Gruppe hatte sich also vorher auf die Ausbildung vorbereitet und auch das Tagebuch der Anne Frank gelesen. Darauffolgend erklärte Mara, dass wir die Schüler durch die Ausstellung begleiten, nicht führen. Das heißt, wir sollen die Jugendliche miteinbeziehen. Wie wir das am besten machen können, zeigte uns Mara anhand von einer Probebegleitung. Sie zeigte uns, wie wir anhand von verschieden Methoden die Jugendliche miteinbeziehen können. Nach der Mittagspause ging die Probebegleitung im aktuellen Teil weiter, denn die Ausstellung ist aufgegliedert in einen geschichtlichen Teil und dem aktuellen. Im geschichtlichen Teil geht es um die Geschichte von Anne Frank und was in der Zeit passiert ist. Der aktuelle Teil behandelt die Themen von Anne Frank. Das Thema Diskriminierung sticht hier besonders hervor.

In den Pausen fanden Gesprächen zwischen den Jugendlichen statt und kleinere Freundschaften entstanden. Die Gruppe hielt zusammen.

Mit Ende der Probebegleitung endete der erste Tag um 16 Uhr. Der zweite und letzte Tag des Seminars begann wieder mit einem Spiel. Dann arbeiteten wir wieder in den Gruppen. Unsere Gruppe fing damit an, was wir bei der Begleitung beachten müssen. Danach besprachen wir spezielle Situationen, die auf uns warten könnten. Diese Situationen übten wir. Im Anschluss stellten wir zu zweit je eines der Module der Gruppe vor. Die Ausstellung besteht aus elf Modulen, sieben geschichtlichen, die zeitlich unterteilt sind. Der aktuelle Teil besteht aus vier Modulen. Nach einer kurzen Vorbereitung präsentierten wir unsere Module und bekamen danach Rückmeldung von der gesamten Gruppe. Auf die Punkte, Sprache, Einbeziehung der Gruppe und Körpersprache wurde besonders geachtet. Das war die letzte Aufgabe des Seminars. Zum Schluss zogen alle 40 Schüler ein Fazit aus dem Seminar. Fast alle fühlten sich gut vorbereitet auf die Begleitungen und alle nannten den Zusammenhalt und den Teamspirit als wichtigen Bestandteil des Seminars. Nach der Verabschiedung konnten jeder einzelne glücklich nach Hause gehen. Einige der Teilnehmer kamen um 18 Uhr zur Eröffnung (am 06.02.) der Ausstellung wieder. Zwei Peer Guides durften auch auf der Bühne Fragen beatworten. So konnte die Ausstellung beginnen!

Info: Die Ausstellung läuft bis noch zum 28.02.2019 im Foyer der „Schwäbisch Media“, Karlstr. 16, 88212 Ravensburg (Mo.-Do.: 8:30 Uhr -18 Uhr / Fr.: 8:30 Uhr – 17Uhr). Der Eintritt ist kostenlos!
Text: Alexander Nobis

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Artikel 13-was sagen die anderen?

Bereits am 29.11.18, also ca. zwei Monate vor der geplanten Parlamentsentscheidung zum umstrittenen neuen Copyright Gesetz auf EU Ebene, führte das Spinzine Team auf dem Pausenhof eine Umfrage zum Artikel 13 durch. Der Großteil der Schüler war sich einig. Artikel 13? Nein Danke!
Aber die Meinungen zum Artikel 13 sind genauso zahlreich wie verschieden. Wer soll da noch den Überblick behalten?! Und wie sieht es aus, wenn man mal wirklich die Seiten wechselt?
Genau das haben die Schüler der 9 Klasse des Gymnasiums Weingarten gemacht. Im Rahmen eines Workshops zum Artikel 13 haben sich die Schülergruppen in verschiedene Rollen eingelesen und eingefühlt. Was passiert, wenn man einen Youtube Fan/Bibinator, einen Politiker, zwei Juristinnen, einen Gegner des Artikel 13 und einen Youtube Blogger in eine Talkshow einlädt, haben die Schüler erfolgreich demonstriert. Argumente dafür, Argumente dagegen… An der Einstellung der Schüler, die hauptsächlich die Fangemeinde und somit die Gegner des Artikel 13 vertreten, ist sicherlich schwer zu rütteln. Das war auch nicht das Ziel der Aktion. Aber zu verstehen und sich gegenseitig aufzuklären, weshalb sich das Thema seit Anfang 2018 hartnäckig in Medien hält – das hat die Klasse 9a gemeistert. Durchgeführt hat die Aktion das SPIN ZINE-Team in Zusammenarbeit mit Gemeinschaftskundelehrer Herr Popp und Schulsozialarbeiter Paul Plöchl.
Neues zum Thema:
Auf einen kleinen Kompromiss konnte sich das EU Parlament zwischenzeitlich einigen. Neue Plattformbetreiber kleinerer und mittlerer Unternehmen, die weniger als drei Jahre auf dem Markt sind und deren Jahresumsatz unter zehn Millionen Euro beträgt, sollen demnach nicht von vornherein für Rechtsverletzungen ihrer Anwender haften und erst auf Hinweis von dritter Seite hin reklamierte Werke herunternehmen müssen.

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SPIN ZINE stellt die Frage: Fasnet? Hot or Not?

Weingarten, der Sitz von unserem Jugendmagazin, ist im sowieso schon Fasnets-verrückten Oberschwaben eine der absoluten Hochburgen. Die Plätzler, die Burgstall-Narren, die Wikinger, der Mostclub L und die zahlreichen Musikkapellen sorgen für viele Highlights während der närrischen Zeit.

Tradition, Brauchtum und lokale Identifikation sind sicherlich Rahmenideale für die „fünfte Jahreszeit“. Ideale, die in der heutigen Zeit noch cool und erhaltenswert sind?

SPIN ZINE wollte es von jungen Menschen wissen und startete eine Umfrage: wie stehst Du zur Fasnet? Unser Team machte sich auf den Weg zum Schulzentrum und befragte 230 Realschüler und Gymniasiasten.

Das Ergebnis ist überraschend positiv „pro Fasnet“ und lässt darauf schliessen, dass „old fashioned“ nicht zwangsläufig „out of style“ bedeuten muss. Junge Menschen fühlen sich offensichtlich überwiegend wohl mit der Tradition.

 

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Viele Demonstranten bei fridays for future in Ravensburg

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ oder „Hopp, hopp, hopp, Kohle stopp“ schrien knapp 1. 800 Schüler und Studenten bei der Fridays for future-Demostration in Ravensburg. Die 16-jährige Greta Thundberg brachte schon Tausende Menschen dazu für das Klima zu demonstrieren und dabei den Unterricht oder auch Vorlesungen zu streiken.

Die Demonstrationen erreichte im Januar Deutschland. Aktivisten zogen schon in den Großstädten Berlin, Hamburg, München, Köln und vielen weiteren Städten über die Straßen, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Die schwedische Schülerin Greta Tunderberg, die seit Ende August nicht mehr zur Schule geht, sondern bei wichtigen Klimakonferenzen demonstriert, initiiert alle die Demonstranten in ganz Europa. Das sie dabei nicht in den Unterricht geht, finden ihre Lehrer mittlerweile sogar gut. Sie wurde durch den Slogan „Skolstrejk för klimatet“ („Schulstreik für das Klima“) bekannt. Im Dezember traf sie sich bei der UN-Klimakonferenz mit dem UN-Generalsekretär António Guterres und hielt im Plenarsaal eine Rede. Auch reiste sie zum Wirtschaftsforum nach Davos in der Schweiz, um dort mit prominenten Teilnehmern um den Klimawandel zu diskutieren. Über die Medien erreichte sie Million von Menschen und so gründete sich „Fridays for future“.
Die Aktion in Ravensburg fand am Freitag, den 01.02.2019 statt. Der Demonstrationszug starte um 11 Uhr am Bahnhof und verlief bis zum Marienplatz, dort wurden Reden von Greenpeace Jugend, solid Jugend und vom Schülerratssprecher von Ravensburg und von den Organisatoren Vorträge gehalten. Die Demonstranten bestanden aus Schülern, Studenten, Auszubildenden und auch Passanten. Viele Schüler bekamen von ihren Schulen für die Demonstration frei, aber viele auch nicht. Trotzdem verließen nicht wenige Schüler auf Grund des Protestes den Unterricht, um elf Uhr am Bahnhof mit Plakaten zu sein. Dort wurden die Demonstrationsregeln erläutert. Im Anschluss zog die große Menschenmasse los zum Marienplatz. Der fünfzehnminütige Zug wurde begleitet von Ausrufen gegen den Klimawandel und gegen die Kohle, dessen Ausstieg erst diese Woche auf 2038 verlängert wurde, und von einer Vielzahl Plakaten. Zum Beispiel „Damit ich im Winter noch friere, wenn ich demonstriere“, „Make the earth cool again“ und „Wir lernen täglich dazu, warum nicht auch ihr?“. Die Aktivisten hatten auf ihren Schildern teilweise lustige Aussagen, die zum Nachdenken anregen. Auf dem vollem Marienplatz hielten vier Umweltaktivisten eine Rede. Hier bei ging es vor allem um den Kohleausstieg.
Die Aktion wurde von allen Teilnehmern gut angenommen. Die Veranstalter waren überrascht, wie viele Demonstranten kamen. Gerechnet hatten sie mit knapp 500, jetzt waren es laut Polizei 1 800.

Text: Alexander Nobis

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